Mittwoch, 20. April 2011

Das Himmelstor

Diese Bilderfolge zeigt die Skulptur „Der Mauerbrecher“ von Rolf Biebl, welche das Gedenken an die Überwindung der Berliner Mauer wach halten soll. ‚Mensch’ sieht deutlich die Begeisterung des Überwinders dieser Grenze. Er springt mit einer unglaublichen Kraft durch die scheinbar unüberwindliche Wand und es gelingt ihm der Durchbruch. Ein gewaltiges Ereignis!
Zum Eintritt in das Himmelstor wird keine Kraft benötigt. Oder doch? Das Himmelstor ist so klein, wie ‚mensch’ sich das gar nicht vorstellen kann. Eigentlich ist es nur ein Fenster. Und wenn es sich öffnet, drängen sich tausende von Menschen, um auch nur einen winzigen Hauch von Luftzug ergattern und verspüren zu können von der Liebe, welche aus dieser Richtung zu uns Menschen strömt. Da ist ein Schubsen und Schieben, dass einem bange werden kann! Es ist so, wie Jesus sagte: „ Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Himmelreich
(durch das Himmelstor) gelangt.“
Der Reiche hängt am Irdischen, weil er glaubt, einen Zusammenhang zu sehen zwischen dem „Sichöffnen“ des Himmelstores und dem Glücksgefühl, welches sich einstellt, wenn er Güter der Erde sammelt und hortet. Aber er hat sich getäuscht, denn es verhält sich genau umgekehrt! In dem Moment, wo er das Irdische alles loslassen kann, da spürt er seine Würde und seine ihm von Gott gegebene Freiheit wieder. Sicherlich, in den irdischen Gütern steckt von Gott gegebenes Leben und wir dürfen uns auch dieses Lebens bemächtigen. Doch das sollten wir in Maßen tun, denn wir leben in diesem vernetzten System wie in einem Nest.
Doch wenn wir dieses Nest beschmutzen und zerstören – worin und wovon wollen wir dann noch leben?
In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Osterfest!

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